New Yorker Subway Station “51st Street”

Manhattan, in der Subway Station 51st Street: hier rauscht das Leben an einem vorbei. Ein- und ausfahrende Untergrund-Bahnen im Minutentakt. Diese winzige Zeitspanne, um einen Blick auf die Menschen zu werfen, die auf die nächste Bahn warten. Die auf 8 Exponate reduzierte Serie stellt die Frage nach dem Einzelnen inmitten der Millionenstadt. Beschäftigt mit dem Smartphone oder den Blick ins Unbestimmte gerichtet. Dann ein Gruppenbild: zwei Männer, der eine im Business Outfit, der andere leger mit Shorts und Turnschuhen. Und zuletzt die unbelebte Wand, konzentriertes Muster aus Kacheln und Schildern.

Geschichten, die sich im Auge des Betrachters abspielen, der hier ein New York „in a nutshell“ zu sehen bekommt. Die Stahlträger des gegenüberliegenden Bahnsteigs stabilisieren das Geschehen mit einem Rahmen. Diese Umklammerung soll das konservatorische Moment intensivieren, unterstreichen. Es sind quasi meditative Augenblicke, die diese Fotos einfangen. Die wenigen Minuten des Wartens auf den nächsten Zug werfen die Menschen auf sich selbst zurück. Ganz so wie New York in diesen Bildern auf den Mensch zurückgeworfen ist.